Endlich, Siem Reap! Nach 6 Stunden Busfahrt durch kleinere Dörfer und Landstraßen und durch einige richtig krasse Regenströme waren wir fast am Ziel! Mit dem Tuk-Tuk ging es dann ins Hotel und wir machten uns auf, die Stadt zu erkunden. Zur Stadt Siem Reap erzählen wir dann aber im dritten Teil noch mehr, als Abschluss quasi von Kambodscha. Heute geht es um eines der besten Highlights der gesamten Reise: Angkor Wat!

Angkor Wat

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Angkor Wat ist eine der ältesten und bekanntesten Tempelanlagen, sowohl in Kambodscha als auch weltweit hat sie unter Touristen und besonders unter Fotografen einen legendären Ruf. Man kann sich vorstellen, wie nervös ich war, sie endlich zu sehen und in mein Portfolio aufnehmen zu können!

Der eigentliche Haupttempel liegt dabei nur wenige Kilometer (ca. 8) von Siem Reap entfernt. Das ist auch am Ende die Haupteinnahmequelle des kleinen Ortes: Tourismus. Ich meine gelesen zu haben, dass jährlich bis zu 2Millionen Menschen die Tempelanlage besuchen! Dementsprechend groß ist also auch der Andrang, wenn es um einen guten Spot geht.

Um den frühen Sonnenaufgang dort zu erwischen, sollte man dementsprechend voraus planen. 4Uhr früh ging es dann also los, mit unserem gemietetem Tut-Tuk und Fahrer (15€ pro Tag)!

Der Haken an der ganzen Sachen: die Tempelanlage ist nur via Ticket betretbar, das Ticket wiederum gibt es nur an einer Kasse zu kaufen, die erst 5Uhr aufmacht! Der Sonnenaufgang ist jedoch schon 6Uhr. Das mag ausreichend klingen aber für das ideale Licht möchte man vor Sonnenaufgang da sein. Ebenso um sich einen Platz zu sichern, die Ausrüstung aufzubauen, Lichtverhältnisse zu checken, Filter anschrauben usw.

Erschwerend hinzu kam noch, dass Claudia am Tag der gebuchten Fahrt noch immer ein wenig krank war, dementsprechend fertig war sie, als 3Uhr früh der Wecker klingelte.

Wir fuhren dann also los zur Kasse, kauften das Ticket (und wurden dort Pass-Foto-Style abgelichtet! Yeah) und tuckerten weiter nach Angkor Wat. Dort angekommen sprinteten wir aus dem Tuk-Tuk auf unseren Spot zu, Taschenlampe im Handy an, das heraufdämmernde Licht am Horizont nervös beobachtend.

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Als wir dann endlich vor dem Teich standen, waren dort bereits einige 100 Leute versammelt (wie auch immer die da hinkamen vor uns?!) und ein Pärchen motzte sogar ein wenig rum, als ich mich vor ihnen ausbreitete . . . fand ich persönlich ein wenig ungerechtfertigt, wer sich hinten hin setzt, hat keinen Anspruch auf alle Plätze davor die noch frei sind. Ich ging dennoch ein paar Schritte zur Seite. Dann wurde das Stativ aufgebaut, mein ND-Filter auf mein geliebtes Pentax 12-24mm geschraubt, die Kamera in Position gebracht und . . . gewartet.

Die verschiedenen Lichtstimmungen hindurch wurde mit verschiedenen Blickwinkeln experimentiert, immer mit dem Fokus die bestmögliche Spiegelung im recht kleinen Teich zu erzielen.

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24mm; f11; 1/20s – Die Sonne noch nicht ganz aufgegangen

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12mm; f9 ; 1/160s Der Tempel im Fokus

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24mm; f11; 1/500s – etwas experimentierfreudiger in der Bearbeitung 🙂

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12mm; f11; 1/5000s

Die Spiegelung der Sonne im Teich gefällt mir verdammt gut!

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24mm; f11; 1/6000 HDR aus 7 Aufnahmen

Mein absoluter Favorit aus Angkor Wat, weil es die Stimmung am besten / originalsten wiedergibt. Das Foto hängt nun bei meinen Eltern als 40×60 auf Leinwand.

(Memo an alle die nach uns dort hin kommen: nehmt Mückenspray mit oder bringt lange Kleider. Die Viecher haben mich – so nah am Wasser – komplett zerfressen. Auch wenn es das Wert war, es muss nicht sein :D)

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Ein Blick hinter die Kulissen, es war verhältnismäßig wenig los. Gerade als der Sonnenaufgang vorbei war, lichteten sich die Reihen schnell.

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Hallo Claudia!

Und hier noch einmal ein kleines Video. Dort sieht man die Menschenmassen die sich am Teich tummeln schon deutlich besser 🙂

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Natürlich gibt es noch ein bezauberndes Foto von meiner besten Reisebegleitung und Freundin vor Angkor Wat!

Als die Sonne dann endlich richtig aufgegangen war und auch die letzte Möglichkeit für romantische Lichtstimmung hinüber war, ging es neugierig in die Tempelanlage!

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Der Blick aus dem Tempeleingang zurück zu den beiden Teichanlagen

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Achtung, verdammt steile Treppe!

In der Tempelanlage selbst, gibt es noch einen separaten Bereich, der nur zugänglich ist, wenn lange Klamotte (also knielange Hose und Schultern bedeckt) mitgebracht wird. Genau für solche Zwecke haben wir Claudia einen Sarong gekauft, leider wurde der hier nicht akzeptiert, es hätte also ein „festes Oberteil“ oder eine Jacke sein müssen . . . sehr ärgerlich. Also bin ich fix alleine den Tempel hochgeklettert und hab den Ausblick von oben dokumentiert.

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Und das war es dann auch schon, die Tempelanlage ist zwar recht groß aber vieles wiederholt sich. So erkundeten wir noch einmal die Gänge und die beiden ehemaligen Bibliotheken am Teich und machten uns dann auf, zu unserem Fahrer.

Auf dem Weg dahin musste ich aber einfach noch die beiden hier fotografieren 😀

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Angkor Thom

Unser nächster Halt war wieder nur wenige Kilometer weiter nördlich gelegen: Angkor Thom. Hierbei handelt es sich wieder um eine weitläufige Tempelanlage, in der wir mehrere Zwischenstops einlegten.

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Am Eingangstor zu Angkor Thom

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Das Eingangstor, von Angkor Thom aus gesehen

Wie aus einem Film!

Auf dem Weg durch das Tor ist uns dann der hintere rechte Reifen vom Tut-Tuk platt gegangen . . . der Fahrer hat mich daraufhin auf die andere Seite gesetzt und erklärte uns, dass wir ihm mal fix 4€ leihen müssten (so viel Geld hat er nicht dabei) um seinen Reifen zu reparieren. Er setzte uns an der nächsten Tempelanlage ab und wir vereinbarten einen Treffpunkt, wo es dann weiter gehen sollte.

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Im Zentrum von Angkor Thom steht der Bayon Tempel, geschmückt mit mehrköpfigen Schlangen und Löwen(?)

Der Tempel selbst fällt dabei durch seine typischen Steingesichter auf, die wir vorher schon in Siem Reap auf vielen Bildern gesehen hatten.

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Und hier noch ein kleines Video wie wir durch den Bayon Tempel laufen.

Danach ging es zu Fuß weiter in Angkor Thom, Richtung des vereinbarten Treffpunktes, einem kleinen Rastplatz. Auf dem Weg kamen wir an der Elefantenterrace und der „Lepra-König-Terasse“ vorbei.

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Das bisschen Schatten was es gab, wurde intensivste genutzt 😀

Am Rastplatz angekommen, war unser Fahrer nirgends zu finden und nach mehreren Runden über das ganze Gelände, hatten wir dann bald das Gefühl, dass er mit unseren 4€ getürmt abgehauen ist . . . Nach bestimmt über einer Stunde Warten, tauchte er dann aber auf und berichtete uns von der geglückten Reparatur. Von da an ging es dann weiter, in diverse kleinere Tempelanlagen die deutlich weniger touristisch waren und fortschreitend immer weiter im Urwald lagen, bis hin zu einer Ruine, die bewusst nicht aufbereitet worden war, um den Eindruck der früheren Entdecker zu wahren.

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Ach ja, und zwischendurch trafen wir noch diesen Kollegen:

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Ich stand weniger als einen Meter entfernt von ihm, da ich nur mein Ultraweitwinkel mit hatte, war keine sichere Distanz möglich! Yolo! 😀

Und weiter geht die Tempeltour!

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Zwischen den Tempeln fertigt ein Künstler seine Waren an.

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Am Ende waren wir so überwältigt von all den Eindrücken, dass es selbst jetzt noch surreal ist, sich die Fotos anzusehen und wirklich zu wissen, dass wir dort waren. Die zerfallenen Tempel und die Natur, die sich dort ausbreitet gibt einem ein Gefühl von Zeit(losigkeit), dass man in Deutschland selten hat.

Zum Abschluss fuhr uns unser Tuk-Tuk-Fahrer noch an einen kleinen Aussichtspunkt, den ich extrem schön fand.

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Gegen 1Uhr waren wir dann absolut ausgepowert zuhause, unsere Füße taten weh, unsere Kameras glühten vom Fotografieren und wir hatten einen Durst, wie wir ihn selten verspürt haben auf unserer Reise. Dennoch würde ich all das wieder auf mich nehmen, Angkor Wat und seine anliegenden Tempelanlagen bieten noch unzählig viel mehr Material für Fotos, Beobachtung und Entdeckung, wer einmal die Gelegenheit hat und „in der Nähe“ ist, ist es sich schuldig, dort vorbei zu gucken.